Grüne Jugend Braunschweig trauert um den Querumer Forst PDF Drucken E-Mail

Am Samstag, den 16. Januar, machte sich eine Gruppe von etwa zwei Dutzend Mitgliedern der Grünen Jugend Braunschweig (GJBS) und anderen BraunschweigerInnen, ausgestattet mit Grabkerzen und tiefschwarzer Trauerkleidung, auf, um durch die Innenstadt vom Kohlmarkt zum Einkaufszentrum „Schloss“ zu ziehen.

Beklagt werden sollte die Fällung des Querumer Forstes nördlich von Braunschweig, der einer Startbahnverlängerung des örtlichen Flughafens in Waggum weichen muss. Diverse Proteste bereits im Vorfeld des Ausbaus sowie eine Klage des Naturschutzbundes Deutschland (NABU) waren erfolglos geblieben.

Hauptverantwortlich für diesen Ausbau sind das Deutsche Luft- und Raumfahrtzentrum (DLR), welches eine längere Landebahn für Forschungsflüge einfordert, und der Volkswagen-Konzern. Dieser möchte die Jets seines Konzernvorstandes lieber in Braunschweig als im 50 Kilometer entfernten Hannover starten lassen, und beteiligte sich deshalb auch finanziell an der Fällung.

Jan Ozegowski, GJBS-Mitglied und Veranstalter der Demonstration, meint dazu: „Wir als Grüne Jugend Braunschweig lehnen es ab, dass hier kurzsichtig der Umweltschutz auf dem Altar der wirtschaftlichen Interessen und der Stärkung des Forschungsstandortes Braunschweig geopfert wird. Gerade jetzt in Zeiten des Klimawandels sollten nicht erhöhter Flugverkehr sondern die Bewahrung von Naturschätzen und Umweltschutzgebieten im öffentlichen Interesse liegen.“

„Gerade deshalb erachten wir es als wichtig, dass alle Menschen aus Braunschweig und der Umgebung jetzt in den Wald fahren oder auf die Straße gehen, um zu zeigen, dass wir solch eine Verhökerung von Gemeingütern nicht tatenlos hinnehmen!“

 

 
Eine Welt ohne Geschlechter PDF Drucken E-Mail

Die Grüne Jugend Braunschweig setzt sich ein für

eine emanzipierte Gesellschaft, die es zulässt frei

von starren Geschlechtszuschreibungen eine

individuelle Identität auszubilden. Wir leben in einer

Welt, die geprägt ist von Vergeschlechtlichung: Von

Geburt an werden wir zu einem der beiden

Geschlechter „gemacht“. Unsere Vorstellung davon,

wie sich Frauen und Männer zu verhalten haben und

wen sie zu Begehren haben wird uns jeden Tag

aufgezeigt. Die Gesellschaft kennzeichnet jedeN,

die/der von dieser Norm abweicht als „nicht normal“.

Dadurch werden viele Menschen von der Gesellschaft

ausgeschlossen und unterdrückt. Die Grüne Jugend

Braunschweig fordert deshalb ein Aufbrechen der

konstruierten „Geschlechtszugehörigkeiten“! Wir

versuchen beispielsweise durch die Teilnahme am

CSD/Sommerlochfestival für mehr Toleranz und freies

Sexualleben zu kämpfen, abseits von Klischees und

Vorurteilen. In einer Welt ohne Geschlechter wären

frauenpolitische Maßnahmen natürlich überflüssig.

Da wir aber momentan in einer Gesellschaft leben,

die Weiblichkeit weitgehend abwertet und in der

Frauen diskriminiert und benachteiligt werden, sind

frauenpolitische Maßnahmen noch immer von

großer Bedeutung.