Kein Straßenbahnverkehr! Grund: Demonstration
Von dieser Vorfreude getrieben, drängten wir uns durch die Menschenmassen und bahnten uns unseren Weg.
Als wir den Ausgang erreichten, war die Luft erfüllt von freudiger Anspannung und Trommeln, die von allen Seiten zu kommen schienen. Wir machten uns auf die Suche nach einem guten Platz. Schon bald fingen die Spekulationen an: Wie viele Menschen es wohl waren, ob die Traktoren schon da waren und wann es endlich losging. Unsere Geduld wurde auf eine harte Probe gestellt, denn in den nächsten Minuten, die uns wie eine Ewigkeit vorkamen, bewegte sich erstmal nichts. Es machte uns wahnsinnig, dass wir weder den Anfang, noch das Ende sehen konnten, geschweige denn wussten, wo es überhaupt langgehen sollte.
Dann ging es endlich los,- langsam zwar, aber einem Demozug von dieser Länge wohl angemessen. Die Demonstration führte an der Spree entlang, am Friedrichstadtpalast vorbei und schließlich unter den Linden auf das Brandenburger Tor zu. Bei der Kundgebung am Brandenburger Tor sprach ein buntes Gewitter von Menschen, u. a. Vertreter der ev. Landeskirche, der bäuerlichen Notgemeinschaft, der IG Metall und Greenpeace.
Auf dem Heimweg waren wir erfüllt von einer wohligen Zufriedenheit und der festen Überzeugung ein Zeichen gesetzt zu haben: Atomenergie hat in Deutschland keine Zukunft, denn die Zukunft gehört den erneuerbaren Energien. Wir sind nicht allein, wir sind viele! Nämlich mindestens 50.000, die sich gegen jegliche Nutzung von Atomkraft einsetzen und einen Ausstieg aus dem Ausstieg klar ablehnen. Bleibt nur zu hoffen, dass die Politiker am heutigen Tag auch mal einen Blick aus dem Fenster geworfen haben und unsere Botschaft bei ihnen angekommen ist.
Zuletzt aktualisiert am Dienstag, 17. November 2009 um 22:04 Uhr